Gerade Nutzer, die keinen Schreibservice zur Verfügung haben, können durch die direkte und automatisierte Umsetzung des gesprochenen Wortes in ein Schriftstück durch die Verwendung einer Spracherkennungssoftware Kosten und Zeit sparen.
Allerdings beansprucht die Korrektur eines Textes bei einer durchschnittlichen Erkennungsrate von 95 Prozent durchaus zusätzlich Zeit (entspricht etwa 40 Fehlern auf 2 Seiten.).
Allgemeine Infos zur Spracherkennung
Die Erkennungsrate der Spracherkennung wird durch die unterschiedlichsten Faktoren beeinflusst (Nebengeräusche, Dialekt, schnelle oder undeutliche Aussprache, das Eingabemikrofon etc.). Zur optimalen Unterstützung des Erkennungsprozesses sollten deshalb einige zusätzliche Regeln beachtet werden:
- Legen Sie Ihr eigenes Sprachprofil ggf. mit unterschiedlichen Eingabegeräten (z. B. Diktiergerät oder Diktiermikrofon) an und trainieren sie es kontinuierlich. So lernt das Programm mit der Zeit Ihre Aussprache und Ihren spezifischen Wortschatz optimal in geschriebenen Text umzusetzen.
- Das Training sollte mit den natürlichen Sprachgewohnheiten erfolgen. Ausdrucksform oder Sprachrhythmus sollten nicht verändert werden, da dies nicht dem Alltag entspricht.
- Die heute bekannten Spracherkennungsprogramme bieten bereits Spezialwortschätze, beispielsweise für Mediziner oder Anwälte, an. Diese enthalten fachspezifische Begriffe und sind eine gute Grundlage für eine zuverlässige Erkennung. Weiterhin können Sprachprogramme ihre bestehenden Dokumente nach neuen Ausdrücken durchsuchen, die dann dem persönlichen Wortschatz hinzugefügt werden.
- Die Regeln des Diktates – und hier insbesondere auch der Interpunktion – sind unbedingt zu beachten. Wird z. B. die Interpunktion nicht berücksichtigt, können Schachtelsätze zu Fehlinterpretationen durch das System führen und den Sinn entstellen.
- Störende Umgebungsgeräusche sollten vermieden werden, da diese einen negativen Einfluss auf die Spracherkennung haben.
